Welt der Kassen – gestern/heute

Deutscher Fachverband für

Kassen- und Abrechnungs-

systemtechnik im bargeld-

und bargeldlosen

Zahlungsverkehr e.V.

Welt der Kassen – gestern und heute

Die Idee einer Registrierkasse stammt von einem Uhrmacher zum Ende des 19. Jahrhunderts und sollte schon damals der Überwachung der Bargeldprozesse im Einzelhandel dienen. Hierbei ging es vor allem um die zentrale Ablage des Geldes und die fehlerfreie Ermittlung von Verkaufssummen aus unterschiedlichen Waren eines Einkaufs und des Tagesumsatzes. So entstand schon früh der Bedarf an mehreren Summenregistern, sortiert nach zeitlichen Abläufen (Tages-, Wochen-, Monatsregister) und  Personaleinsatz. Mit der Industrialisierung und der wachsenden Konzentration der Bevölkerung in den Städten entwickelten sich auch die Verkaufseinrichtungen bis hin zu Markthallen und Kaufhäusern, deren Warenumsätze  sich rasant erhöhten.  Dieser Prozess forcierte auchdie Schnelligkeit der Entwicklung Registrierkassen. Bereits 1910 konnten, auf Basis der wachsenden Elektrifizierung in den Städten, die ersten elektrischen Kassen eingeführt werden, welche die manuelle Rechenwerkkurbel ablösten. So wurde es möglich größere Kassenwerke zu ewegen und weitere Funktionen zu kreieren.  Die personelle Erweiterung der Kassenbedienung ermöglichte bis Ende 30er Jahre die Ablösung üblicher Kontore in größeren Warenhäusern.

Bereits Anfang der 40er Jahre vollzog sich, insbesondere in den USA, eine wachsende Spezialisierung der Kassentechnik mit Trennung der Abrechnungslogistik. Kassen in Warenhäusern und größeren Stores stellten spezifische Anforderungen an Warenbuchung und –verfolgung. In kleineren Läden kamen die „berüchtigten Tischrechner mit Schublade“ zum Einsatz. In der Gastronomie bestand von jeher der Wunsch, das Bedienpersonal umsatzmäßig zu überwachen. Damit forderten große Gasthäuser und Restaurants Kassen mit wachsenden Bedienerzahlen. Noch heute findet man in manchem Antiquariat derartige Reliquien und Registrierkassen mit mehr als 10 Bedienern, die auch gewichtsmäßig nur schwer zu bewegen sind.
In den 70er Jahren begann die Einführung von elektronischen Bauelementen in dr Kassenwelt, welche neben dem technologischen Umschwung auch eine Erweiterung von betriebswirtschaftlichen Zwecken darstellte. Die rasante Entwicklung der Elektronik, vor allem der PC- und Softwaretechnologie, führte zu einer Beschleunigung  der Warenumschlagslogistik und  der finanziellen Prozesse, die letztendlich die Kassenwelt revolutionierte und sie so ihren Einzug in alle gesellschaftlichen Phasen der Wertschöpfung und Akkumulation fand.

Mit der Entwicklung des Internets und damit dem World Wide Web, erfolgte auch die Vernetzung der Registrierkassen und ihrer sie erhielten eine neue Bedeutung für Warenströme und vielfältige Finanzprozesse – einschließlich fiskaltechnischer Anforderungen.

Registrierkassen und Abrechnungssystemtechnik sind aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie sind die Grundlage geregelter und gesetzestreuer Bargeldprozesse. Ihre Aufgabenerweiterung, im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung moderner Technologien, ist noch lange nicht abgeschlossen und wird weitere periphere Prozesse eröffnen bzw. zusammenführen.

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